Dr. Kurt & Kirsten Häfner & Dr. Andreas Schmitt

Internistische Hausarztpraxis im Gesundheitszentrum am Musterplatz in Buchen –  
 

Zehn Indizien für Quacksalberei

 

 

Der heutige Gesundheits- und Arzneimittelmarkt bietet viele Angebote, die teilweise in bunten Blättern hochpreisig angepriesen werden.

Um unsere Patienten vor Scharlatanerie bzw. Quacksalberei zu schützen, stellen wir Ihnen einen Auszug aus dem unabhängigen "arzneimittel-telegramm" zur Verfügung.

Der Verdacht auf Quacksalberei wird laut diesem Auszug umso wahrscheinlicher, je mehr der folgenden Beschreibungen zutreffen.

 

Die Methode bzw. ein Produkt

  • wird durch Hinweis auf exotische Herkunft (Regenwald, Himalaya, u. a.) interessant gemacht,

  • soll Heilung bringen, wenn Schulmedizin in auswegloser Situation versagt,

  • soll durch umfangreiche Erfahrungen "untermauert" sein, ohne dass nachvollziehbare Daten aus kontrollierten klinischen Studien zugänglich gemacht werden,

  • soll gegen eine Vielzahl verschiedener Erkrankungen, die nichts miteinander zu tun haben, universell wirksam sein

  • soll regelmäßig zum Erfolg führen, wobei Misserfolge der Schulmedizin angelastet werden,

  • ist an einzelnde Personen beziehungsweise Institutionen gebunden, die die Therapie entwickelt haben und daran verdienen (extrem hohe Preise),

  • soll keine Nebenwirkungen haben oder die Nebenwirkung von Verfahren der Schulmedizin reduzieren oder aufheben,

  • ist kompliziert (strenge Diätvorschriften, komplizierte Anwendungsrichtlinien u. a.), so dass Misserfolge auf Anwendungsfehler zurückgeführt werden,

  • soll schon seit Jahren/ Jahrzehnten verwendet werden, ohne offiziell anerkannt zu sein,

  • ist den Behauptungen zufolge so gut, dass unverständlich bleibt, warum keine Zulassung als Arzneimittel existiert.

(Auszug aus dem "arzneimittel-telegramm", 2003, Jg 34, Seite 95)